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Nasvidenje Slowenien!

Da es heute schon seit dem frühen Morgen stark regnet werden wir vorzeitig die Heimreise über München antreten. Das ist natürlich schade, aber unsere ganzen Pläne lassen sich bei Dauerregen sowieso schlecht umsetzen. Das werden wir dann einfach beim nächsten Mal tun :).

 

So schön sah es noch am Ankunftstag aus
So schön sah es noch am Ankunftstag aus; Blick aus der Hofeinfahrt der Unterkunft

 

 

Ebenfalls am Ankunftstag
Ebenfalls am Ankunftstag

 

 

Überall Wasser

Seit zwei Tagen ist es hier sehr nass. Es ist echt erstaunlich, wie viel es hier regnen kann. Nicht umsonst ist Bohinj der regenreichste Ort in Slowenien. Bedingt ist dies durch seine Lage am Punkt, wo Mittelmeer- und Alpenluft aufeinandertreffen.
Heute morgen war es noch trocken, daher wagten wir uns erneut auf eine Wanderung. Mit dem Tourist Boat ging es rüber nach Ribcev Laz und von dort per pedes durch Stara Fuzina Richtung Mostnica-Schlucht. Die Wege in der Schlucht waren zum Teil selbst Bäche geworden, sodass wir mehr als froh waren über unsere wasserdichten Schuhe. Nachdem wir die Schlucht durchquert hatten, ging es ein wenig durch den Wald bergauf, bis dieser sich zum Voje-Tal hin öffnete. Wir hatten erwartet, dass dort zumindest ein paar richtige Wohnhäuser vorhanden sind. Dem ist aber nicht so. Ein wenig durchs ganze Tal verstreut findet man nur Almhütten, Heuschober und Ferienhäuschen. Ein wahrhaft idyllischer Anblick. Am Ende des Tals befinden sich zwei kleinere Wasserfälle. Durch die Regenfälle der letzten Tage waren sie aber gar nicht mehr so klein. Beim genaueren Betrachten des einen Wasserfalles wurden wir daher auch recht nass.
In der Nähe befand sich ein kleines, rustikales Cafe, in welchem man in einer umgebauten Heuharfe sitzen kann. (Heuharfen sind für Slowenien charakteristische Holzständer zum Heutrocknen. Wen das weiter interessiert siehe hier -> ). Dort ließen wir uns nieder, denn es war gerade Mittagszeit. Pascal bestellte eine Pilzsuppe und ich Kartoffeln mit hausgemachtem Quark. Beides war wahnsinnig lecker. So gut gestärkt ging es dann auf den Rückweg. Am Gasthaus am Eingang des Voje-Tals machten wir noch einen kleinen Halt und probierten den Heidelbeerstrudel. Auch das hat sich gelohnt :).
Statt wieder an der Mostnica entlang zu laufen nahmen wir dieses Mal die „Straße“ nach Stara Fuzina. Dort fand sich auch gleiche eine Möglichkeit auf den Rundweg um den See zu kommen, da wir den Weg zu unserer Unterkunft in Ukanc ebenfalls zu Fuß erledigen wollten. Über eine wunderschön gelegene Kuhweide ging es also weiter Richtung See. Auf dem Weg gab es überall Regenbäche zu durchqueren und die Steine und Baumwurzeln waren alle sehr rutschig. Auch gibt es momentan einen Wasserfall aus einer Felswand, den man nur bei Regenwetter sehen kann.
Abends zogen wir schon mal unser Abschlussessen in der hiesigen Pizzeria vor. Dort gibt es so ausgefallene Sachen wie Pizza mit Sauerrahm, Hirschsalami, Pfifferlingen, Knoblauch und Käse. Und natürlich guten Heidelbeerlikör :). Sehr zu empfehlen!

Bootsfahrt- Blick auf kleinen Wasserfall
Bootsfahrt- Blick auf kleinen Wasserfall
In Stara Fuzina
In Stara Fuzina
Mostnica-Schlucht
Mostnica-Schlucht
Voje-Tal
Voje-Tal
Lecker Essen
Lecker Essen
Zwei im Regen
Zwei im Regen
Ufer von Ukanc
Ufer von Ukanc

Berghütte mit Aussicht

Gestern hatten wir uns eine Wanderung zur Dom na Komni, einer Berghütte auf 1520m Höhe, vorgenommen. Wir starteten am Parkplatz der Hütte Koča pri Savici auf 653m, bei welcher auch der Pfad zum Wasserfall Slap Savica beginnt. Den haben wir uns aber für die nächsten Tage aufgehoben.

Auf einem alten Mulipfad ging es in endlosen Serpentinen (ca. 48 Wegkehren) den Berg hinauf. Wir hatten uns einen langsamen aber stetigen Aufstieg vorgenommen, was wir auch gut durchhalten konnten. Alle Slowenen sind natürlich wieder an uns vorbeigezogen. Und auch die Wegzeiten auf slowenischen Schildern treffen wohl nur für Einheimische zu, welche die Berge hoch- und runter rennen. Wir hätten laut Ausschilderung nur 2:30h für den Aufstieg brauchen sollen.

Nach 3:10 h waren wir endlich oben. Gerade das letzte Stück war noch mal sehr anstrengend, weil man viel über Felsen steigen musste. Aber der Ausblick entschädigte für alles. Im Osten sahen wir den See von Bohinj und rundherum hatten wir herrlichstes Bergpanorama.

Blick von der Dom na Komni auf den See von Bohinj
Blick von der Dom na Komni auf den See von Bohinj

 

Panoramafoto aufgenommen bei der Dom na Komni
Panoramafoto aufgenommen bei der Dom na Komni

In der gemütlichen Hütte nahmen wir dann erst einmal eine deftige Stärkung zu uns. Pascal bestellte Frankfurter Würstchen und Pommes, ich probierte die Krainer Würste mit Sauerkraut. Das war echt das leckerste Sauerkraut, welches ich je gegessen habe :). Und angesichts der Anstrengungen war der hohe Fettgehalt der Würste auch zu verschmerzen ;).

Nach ca. einstündigem Aufenthalt machten wir uns zügig an den Abstieg, denn für abends war Regen gemeldet. Bergab kamen wir deutlich schneller voran und waren nach 1:50h wieder unten am Parkplatz. Der Regen fing zum Glück erst an, als wir schon längst wieder in unserer Unterkunft waren.

Blick auf den See während des Abstiegs
Blick auf den See während des Abstiegs

Heute morgen hat es ebenfalls geregnet und es scheint ein sehr durchwachsener Tag zu werden. Also genau richtig für einen gemütlichen Tag und viel Zeit zum Ausruhen unserer müden Beine :).

Ausflug nach Piran

Heute ging es mit dem Bus in die wirklich sehenswerte Nachbarstadt Piran. Diese ist prinzipiell autofrei, was man aber nur bedingt gemerkt hat. In einem Reiseführer stand treffenderweise, dass fast jeder Einheimische eine Sondergenehmigung zu haben scheine. Aber stressfreier war die Anreise mit dem Bus auf jeden Fall, zudem die Bushaltestelle nur wenige Meter von unserer Wohnungstür entfernt liegt.
Der Bus ließ uns gleich am Hafen von Piran raus, von wo aus wir weiter Richtung Stadtmitte spazierten. Im Hafenbecken waren einige riesige Quallen unterwegs. Schon bald waren wir am zentralen Platz, dem Tartini-Platz Pirans, der von hübschen Häusern umgeben ist. Eines davon ist im venezianischen Stil erbaut worden und war ein Geschenk eines Kaufmannes an seine Geliebte. Vom Tartini-Platz aus ging es durch ein Wirrwarr enger Sträßchen und Gassen bergauf bis zur Kirche, die mit den Stadtmauern die höchsten Punkte der Stadt bildet. Von dort hat man einen tollen Blick über die Stadt hin zum Meer. In der anderen Richtung kann man sogar bis nach Italien sehen.
Der Hunger trieb uns schon bald wieder runter in die Stadt und wir stärkten uns mit leckerer Pizza.

Hafen von Pirat
Hafen von Piran
Venezianisches Haus in Pirat
Venezianisches Haus in Piran
Idyllische Gässchen
Idyllische Gässchen
Blick über die Stadt
Blick über die Stadt
Stärkung muss sein!
Stärkung muss sein!
Bunte Häuser in Pirat
Bunte Häuser in Piran

Nach eingehender Prüfung der Wassertemperatur an einer der zahlreichen Badestellen machten wir uns dann auf den Heimweg. Das Schwimmen muss bis morgen warten ;).
Am späten Nachmittag brachen wir erneut auf, um den Secovlje Salina National Park zu besichtigen. Diese Saline ist in den Sommermonaten teilweise noch in Betrieb, das restliche Gebiet ist nun ein Naturschutzgebiet, welches salzliebenden Pflanzen und vielen Wasservögeln Lebensraum bietet.

Salzgewinnung
Salzgewinnung
Abendstimmung I
Abendstimmung I
Abendstimmung II
Abendstimmung II

Und da wir gerade so nah an der Grenze zu Kroatien sind, mussten wir natürlich einfach mal die Grenze überqueren. Dabei mussten wir sogar je zwei Mal pro Richtung unsere Pässe vorzeigen.

Beweisfoto ;)
Beweisfoto 😉

Am Mittelmeer

Heute war nun also unser erster ganzer Tag in Portoroz. Erst am Nachmittag fühlten wir uns fit für einen Ausflug und wagten einen Spaziergang entlang des Yachthafens und der Uferpromenade. Der Yachthafen ist einer der größten und modernsten an der Adria. Die Uferpromenade war sehr touristisch, sehr voll und zu großen Teilen war kein Sandstrand vorhanden. Da gefällt es uns in unserem Vorort Lucija deutlich besser. Danach wollten wir noch einen slowenischen Lidl kennen lernen. Die 1,7 km dorthin entpuppten sich bei der ungewohnten Hitze als recht lang und mehr als einmal wünschten wir uns das Auto herbei. Aber auch der längste Weg geht vorbei und so erreichten wir mit neuen Vorräten wieder unser Apartment.
Den Abend ließen wir gemütlich auf der Terrasse ausklingen, wobei wir vom pfeifenden Papagei in der Nachbarschaft unterhalten wurden.

Blick auf Portoroz
Blick auf Portoroz

 

Panorama der Uferpromenade in Portoroz
Panorama der Uferpromenade in Portoroz

Wo die weißen Rösser wohnen

Auf dem Weg nach Portoroz machten wir einen Stopp in Lipica, welches in der Karstregion unweit der italienischen Grenze liegt. Warum ausgerechnet dort? Nun, da befindet sich eines der ältesten Gestüte der Welt. Seit 1580 werden dort Lippizaner gezüchtet, wobei früher aber noch kein Zuchtziel der weißen Fellfarbe bestand. Die weißen Pferde werden vor allem für die klassische Dressur und die sogenannte Hohe Schule eingesetzt. In Lipica gibt es aktuell 360 Pferde.
Wir kamen gerade um die Mittagszeit am Gestüt an und beschlossen, uns erst einmal im Restaurant zu stärken. Dies sollte sich nicht als die beste Idee herausstellen…
Danach konnten wir die Gestütsführung um 13:00 mitmachen, sogar in deutscher Sprache. Es ging kurz in einige Bereiche des Gestütes und stellenweise wurden ein paar Sachen erklärt. Wirklich etwas Neues hat man nicht erfahren. Die riesige Stutenherde mit Fohlen war leider weit weg auf der Koppel, so konnte man nur kurz einen Blick auf die Kutschpferde, Reitschulpferde und die Deckhengste werfen. Die Haltungsbedingungen waren teilweise echt erschreckend. Während die Zuchtstuten ein perfektes Leben auf Koppeln und im Laufstall genießen, müssen Kutsch- und Reitschulpferde angebunden in Ständern ausharren.
Alles in allem waren wir von der Führung eher enttäuscht, da nur wenige Pferde zu sehen waren und kaum Interessantes vermittelt wurden – weder für mich als Pferdeliebhaberin noch für Pascal als Nichtpferdemensch ;). Auch das Museum war nicht besonders interessant.
Schnell ging es weiter zu unserer nächsten Ferienwohnung in Portoroz. Sie befindet sich im Ortsteil Lucia, welches nahe des Yachthafens liegt. Der Blick über die mediterran bewachsenen Hügel ist echt traumhaft. Aber leider können wir das Meer wegen der ganzen Bäume und Häuser nicht von unserer Terrasse aus sehen.
Kaum angekommen bekam Pascal Magen-Darm-Probleme und weihte gleich die Kloschüssel ein ;). Jetzt geht es ihm zum Glück schon besser. Wir nehmen an, dass es am Mittagessen lag.

Lippizaner auf der Weide
Lippizaner auf der Weide
Stutenstall in Lipica
Stutenstall in Lipica
Blick über Lucija
Blick über Lucija

Wanderlust

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es auf in Richtung der Pokljuka-Hochebene, wo wir eigentlich dem Naturlehrpfad folgen wollten. Wir waren froh, überhaupt das aus einem Haus und einigen Holzschuppen bestehende Startdorf gefunden zu haben und stürzten uns gleich auf den ersten Wegweiser. Der Weg wurde gleich recht abenteuerlich und wir mussten über zwei Baumstämme steigen. Irgendwann fiel uns auf, dass die Wegweiserpfeile plötzlich in die falsche Richtung zeigen. Und dann waren sie ganz weg. Wir entschieden uns dann, einfach dem Kiesweg zu folgen. Zwar war’s das dann mit dem Naturlehrpfad, dafür entdeckten wir eine ganz tolle Gegend. Zuerst passierten wir die Alm („Planina“) Kranjska Dolina.

Planina Kranjska Dolina
Planina Kranjska Dolina

 

Kühe nahe der Planina Kranjska Dolina
Kühe nahe der Planina Kranjska Dolina

 

Noch mehr Kühe nahe der Planina Kranjska Dolina
Noch mehr Kühe nahe der Planina Kranjska Dolina

Ganz in der Nähe leistete uns eine Kuhherde Gesellschaft bei unserer ersten Rast. Frisch gestärkt ging es dann Richtung Planina Javornik weiter. Diese liegt vor einer wunderschönen Bergkulisse. Am liebsten hätten wir sofort dort eine Hütte gemietet ;).

Raupe Nimmersatt
Raupe Nimmersatt

 

Blick über die Planina Javornik auf die Berge
Blick über die Planina Javornik auf die Berge

 

Panoramafoto der Planina Javornik
Panoramafoto der Planina Javornik

 

Pascal mit Kuh auf der Planina Javornik
Pascal mit Kuh auf der Planina Javornik

 

Heidi K(l)uh(m) - hat extra brav für die Kamera posiert. (Planina Javornik)
Heidi K(l)uh(m) – hat extra brav für die Kamera posiert. (Planina Javornik)

Nach dieser Wanderung fuhren wir wieder ins Tal, um die Pokljuka-Klamm bei Krnica anzuschauen. Vom Parkplatz aus führte ein mehr als abenteuerlicher Weg bis zur engsten Stelle der Klamm. Über Wurzeln, Steine und Geröll erreichten wir einen Felsenkessel, der auf den ersten Blick geschlossen erscheint. Jedoch bietet er einen winzigen Durchgang, durch den früher das Wild bei Jagden verschwand. Für uns gab es einen hölzernen Steg („Galerija“) durch den Durchgang in ca. 50m Höhe. Teilweise musste man Angst haben, dass man zwischen den Felswänden stecken bleibt. Hinter den Felswänden öffnete sich wieder wunderschöner farnbewachsener Wald.

Panoramafoto auf dem Weg zur Pokljuka Klamm
Panoramafoto auf dem Weg zur Pokljuka Klamm

 

Auf dem Weg zur Pokljuka Klamm
Auf dem Weg zur Pokljuka Klamm

 

Pokljuka Klamm
Pokljuka Klamm

 

Engste Stelle der Pokljuka-Klamm
Engste Stelle der Pokljuka-Klamm

 

Pascal beim Photographieren der Pokljuka-Klamm
Pascal beim fotographieren der Pokljuka-Klamm

Den Abschluss bildete ein Besuch der Vintgar-Klamm. Diese ist touristisch gut erschlossen und die Wege aus Holzstegen bzw. Stein sind ohne große Mühen zu bewältigen. Leider muss man die Wege hier jedoch – ganz im Gegensatz zur vorigen Wanderung – mit vielen anderen Besuchern teilen. Trotzdem ist auch diese Klamm wunderschön.

Panorama der Vintgar Klamm #1
Panorama der Vintgar Klamm #1

 

Panorama der Vintgar Klamm #2
Panorama der Vintgar Klamm #2

 

Wassertemperaturprüfung
Wassertemperaturprüfung

 

Wassersperre am Ende der Vintgar-Klamm
Wassersperre am Ende der Vintgar-Klamm

 

Vintgar Klamm
Vintgar-Klamm

In der Stadt der Drachen

Heute waren wir in Ljubljana. Es fing schon mal alles gut an – der Bus kam viel zu spät, Pascal hat sich über die lange Busfahrt (ohne Beinfreiheit, dafür mit Halt an jedem zweiten Hühnerstall) aufgeregt und in Ljubljana empfing uns Regen. Aber es wurde trotzdem noch ein schöner Tag.

Auf dem Weg in die Altstadt fanden wir – oder eher ich 😉 – einen toll sortierten Bastelladen. In dem riesigen Stempelsortiment konnte ich mich kaum entscheiden, aber man kann ja nicht alles mitnehmen…

Kirche in Ljubljana
Kirche in Ljubljana

Bald darauf liefen wir über die Drachenbrücke in die Altstadt und schlenderten ein bisschen durch die Gassen. Im Café Romeo stärkten wir uns mit leckerem Chili con Carne. Und dann war der Regen auch endlich vorbei! So machte die restliche Stadttour auch deutlich mehr Spaß.

Brauch jemand Schuhe?
Brauch jemand Schuhe?

 
Blick auf die drei Brücken
Blick auf die drei Brücken

 
Panorama bei den drei Brücken
Panorama bei den drei Brücken

 
Ein Drachen!
Ein Drache!

Zurück ging es mit dem Zug, da Pascal auf keinen Fall mehr Bus fahren wollte *g*. In Lesce-Bled entdeckten wir dann noch den großen Supermarkt TUS (www.tus.si :D). Dort fanden wir die Überraschung des Tages, nämlich die leckerste Schokoladensorte der Welt: Milka Chocolate-Swing Barquillo/Wafer. Diese hatten wir in Spanien entdeckt und leider gibt es sie nicht in Deutschland. Dann fanden wir noch eine neue Sorte. Chocolate-Swing Cookie. Die ist auch nicht zu verachten ;). Wir werden wahrscheinlich mit einem Kofferraum voller Schokolade zurückkommen ;).

Die leckerste Milka der Welt!
Die leckerste Milka der Welt!

Regen? Fehlanzeige!

Heute sollte es eigentlich fast den ganzen Tag regnen und gewittern. Dementsprechend waren unsere Erwartungen eher gering. Umso mehr haben wir uns gefreut, als heute morgen die Sonne zu erblicken war. Und bis auf ein paar winzige Tropfen blieb es heute auch so, ein ständiger Wechsel aus Wolken und Sonne, was zum Herumspazieren geradezu ideal war.

Nach dem Frühstück sind wir zu einer gemütlichen Runde um den See aufgebrochen und bestaunten das leuchtend grüne Wasser sowie Fische, Enten und Schwäne. Mittags gingen wir in die Pizzeria Gallus und gönnten uns je eine slowenische Riesenpizza – superlecker und jedem zu empfehlen!

 

Seepanorama
Seepanorama

 

Schloss und Kirche St. Martin
Schloss und Kirche St. Martin

 

Seepanorama II
Seepanorama II

 

Otok - Die Insel im See
Otok – Die Insel im See

Am Nachmittag stand dann der Aufstieg zur Burg auf dem Programm. Statt der veranschlagten 15 Minuten brauchten wir noch nicht mal 10 Minuten, was sich aber auch in einem zeitweisen Puls von 170 niederschlug… Oben angekommen konnten wir einen tollen Blick auf den See und die Insel darin genießen. Weil es aber zunehmend windig wurde, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Unten angekommen ging es dann mit Eis und Moccacino auf die nächste Bank am Wasser. Urlaub ist schon etwas Schönes :).

 

Blick von der Burg
Blick von der Burg

Unterwegs in Deutschland- Ragnarök in Lichtenfels

Hallo allerseits nach langer Stille hier an diesem Ort….

Aber nun habe ich endlich mal wieder Zeit, einen neuen Eintrag zu schreiben :).

Gestern sind Pascal und ich mit dem Zug nach Lichtenfels/Franken aufgebrochen. Leider hat wie so oft auf Bahnreisen nicht alles geklappt. Wegen einer Streckensperrung bei Hanau hatten wir Verspätung und haben natürlich den Anschlusszug nicht mehr bekommen *grummel*. Das machte dann eine Ankunftszeit von einer Stunde später. Aber naja, Hauptsache angekommen :).

Unser Hotel, das City Hotel Lichtenfels, liegt direkt am Bahnhof, was natürlich extrem praktisch ist. Das Gebäude ist ein ehemaliges Bahnhofsgebäude. An sich ist es echt nett hier, das Personal ist nett und das Frühstück sehr lecker (Obstsalat am Morgen *yippieh*). Nur die Betten könnten etwas härter sein…  Ein extremer Ruhefanatiker sollte man auch nicht sein, denn ab und zu rauscht schon mal ein Güterzug vorbei oder die nette Dame von der Bahn macht ihre Ansage. Auch hört man es durchaus, wenn die Zimmernachbarn am Tag zuvor etwas zu stark dem Alkohol zugeneigt waren… ^^.

Das Ragnarök findet in der Stadthalle statt und ist angeblich das größte Paganmetal-Festival der Welt, mit 4.000 bis 5.000 Besuchern aber recht klein. Mir kommt es jedenfalls nicht so groß vor. Das Gelände liegt vllt. 10 Laufminuten von unserem Hotel entfernt, sodass wir immer hin- und herlaufen können. Gestern endete unser Festival schon recht früh gegen 22 Uhr, denn nach Agalloch waren wir total müde, was auch an deren meditativ-schöner Musik lag ^^. Insgesamt ist das hier echt eine Festival-Deluxe-Erfahrung und ich muss zugeben, dass ich die Dixieklos nicht unbedingt vermisse ;).

Gestern haben wir ein bisschen die „Stadt“ erkundet. Lichtenfels ist recht beschaulich, hat aber eine schöne Fußgängerzone, wo man alles Nötige einkaufen kann und es gibt genug Cafés zum gemütlichen Rumsitzen.

So, dann müssen wir uns langsam mal fertig machen, denn um 13:30 geht’s für uns wieder los!

 

Fotografische Reisezusammenfassung II

Die folgenden Bilder wurden alle während der Forschungsphase in Korogwe und Muheza aufgenommen.

Nun endlich kann ich mich wie eine Tansanierin kleiden!
Landschaft bei Mlinganyi
Sisalplantagen so weit das Auge reicht
Webervögel in Muheza
Maasai mit Rinderherde
Unser Besuch in Korogwe stieß bei den Kindern auf große Begeisterung
Kälbchen streicheln nach getaner Arbeit 😉

Fotografische Reisezusammenfassung I

So, nun bin ich schon einige Tage wieder zurück und bin leider etwas erkältet. Ist echt einiges kälter hier, aber trotzdem ist es schön zurück zu sein :). Und momentan verspüre ich gar kein Fernweh, sondern freue mich auf einen schönen Frühling und Sommer in Deutschland!

Und hier meine Reiseeindrücke:

Blumenpracht in Lushoto
Blick aus meinem Hotelzimmer in Lushoto
Tolle Aussicht!
Schleifen ohne Strom
Jackfruits auf dem Markt
Und so sieht eine Jackfruit von innen aus. Und schmeckt wie Kinderkaugummi
Der Markt von Lushoto

Und doch wieder Sansibar

Nun habe ich gerade wieder einen Tag in Dar verbracht.
Aber fangen wir doch von vorne an :). Nachdem wir unsere Forschungsarbeiten abgeschlossen hatten, wollten wir uns noch ein bisschen Urlaub gönnen. Die Wahl fiel auf Kilwa, wegen des Weltkulturerbes auf Kilwa Kisiwani und der Strände.
Nach einer wieder sehr anstrengenden Busfahrt ging es dann von Tanga wieder nach Dar. Der Bus hatte so gut wie kein Profil auf den Reifen und innen waren 5 statt 4 Sitze in einer Reihe. Auch war schräg hinter uns eine Henne mit Küken, gut verpackt in Pappkartons, unterwegs- ganz so, wie man sich das Reisen im ländlichen Tansania so vorstellt. In jeder Kurve oder bei jedem Speedbump hörte man dann das aufgeregte Gefiepe der gefiederten Reisegäste. Auch die Koranschule blieb uns wieder nicht erspart. Die restliche Musik hab ich zum Glück verschlafen.
Müde und leicht gereizt ereichten wir Ubungo, wo wir die Nacht im Terminal Hotel verbringen wollten, um am nächsten Morgen ausgeruhter weiterreisen zu können. Nachdem wir ins Hotel eingecheckt hatten, wollten wir ein bisschen ausruhen. Plötzlich hörte man seltsame Geräusche und Funken sprühten aus einer Ecke, es fing an zu qualmen. Und alle Putzfrauen rannten kreischend die Treppe herunter. Da bin ich natürlich gefolgt, das war alles sehr unheimlich. Der Stromkasten, oder was auch immer es war, hat schön weiter vor sich her geschmort und bald sah man den Qualm auch draußen, was die meisten Leute nicht weiter beunruhigt hat. Ich war jedenfalls ziemlich geschockt und konnte erst später realisieren, was für ein Glück wir doch gehabt haben. Sofort stand fest, dass wir in diesem Hotel ganz sicher nicht schlafen wollten. Wenn dies dort Normalfall ist, muss man sich schon fragen, wie wahrscheinlich es ist, dann mal im Schlaf zu verschmoren. Da hört der Spaß echt auf.
Nach einer Weile durften wir hoch an unser Gepäck. Die Etage stand leider unter Löschwasser und mein Rucksack mitten drin 🙁 (naja, so schlimm nass war er aber nicht). Irgendwie fragt man sich aber auch, warum die einen Elektrobrand mit Wasser löschen… Jedenfalls haben wir ohne Probleme unser Geld wiederbekommen und konnten gehen.
Kurzentschlossen wurde der Plan dann auf Sansibar abgeändert, da man dorthin auch ohne Busfahrt hinkommt und die Infrastruktur (auch kulinarisch ^^) besser ist.
Den Rest des Tages standen also organisatorische Dinge an wie Fährtickets besorgen und so weiter.
Am Sonntag war es dann so weit- auf nach Sansibar. In Stone Town nächtigten wir im Pyramid Hotel, das anscheinend wegen seiner lebensgefährlich steilen Treppen so heißt. Trotzdem von innen ganz hübsch anzusehen.
Auf dem Food Market gab es wieder lecker Zanzibari Pizza! Am nächsten Tag sind wir an die Ostküste nach Bwejuu gefahren. Der Strand dort ist echt schön, wunderbar weicher, weißer Sand. Und man kann gut schwimmen. Bei Flut gibt es auch ein bisschen Wellen. Dafür fehlt allerdings das so typisch türkisblaue Wasser, was wohl saisonbedingt sein soll.
Am Mittwoch bin ich alleine noch nach Jambiani weitergefahren. Die Jungs von Kimte kannten mich noch ^^. Es war wunderschön leer und entspannend. Leider wurde recht viel Seegras angeschwemmt, sodass der Strand zum Teil braun statt weiß ist. Aber das Wasser ist immer noch so traumhaft türkis und glasklar. Bei Ebbe kann man richtig weit rauslaufen, Tier beobachten, Seegrasfarmen bewundern oder einfach nur im badewannenwarmen Wasser sitzen. Traumhaft- ich vermisse es jetzt schon. Und abends ist alles noch ruhiger, man kann am Lagerfeuer sitzen und dem Trommeln zuhören, oder Sterne beobachten. Wo kann man sonst die Milchstraße sehen und ohne langes Warten Sternschnuppen sehen? Leckeres Essen gibt es auch noch :). Normalerweise fahre ich ja nicht gerne wieder an gleiche Orte. Aber Jambiani hat echt das Zeug zum Lieblingsurlaubsort.
Jetzt fange ich so langsam schon an zu packen. Und am Donnerstag bin ich dann schon wieder in heimischen Gefilden, weg von der tropischen Sonne. Auf zu schlechterem Wetter aber besserem Essen ;).

Hakuna umeme, hakuna intaneti

Leider hat es mit diesem Eintrag etwas länger gedauert, da unser Internetstick leider nicht sehr zuverlässig ist. Jetzt befinden wir uns in Korogwe. Ich sitze gerade in der Bar des White House Inn, unseres Hotels (übrigens das billigste, welches ich je in Tansania hatte), vor einer Flasche kühlem Kilimanjaro. So kann man es aushalten :). Die vorbeilaufenden Kinder müssen immer anhalten, um mich anzustarren. Anscheinend halten sich hier selten wazungu auf. Wir würden dies auch nicht, wären wir nicht wegen dem Forschungsprojekt hier. Denn Korogwe ist nicht gerade der Nabel der Welt. Der einzige Vorteil ist die praktische Lage direkt am Dar-Arusha Highway. Unser Aufenthalt in Lushoto war schön, vor allem wegen der grünen Vegetation und des kühleren Klimas. Nachts hätte man sogar ohne Wolldecken gefroren. Trotzdem war die Sonne stärker als anderswo. Aufgrund einiger Gesundheitsprobleme mussten wir alle Wanderungen zur Erkundung der Usambara Mountains absagen. Also keine Chämäleons. Mir ging es die meiste Zeit am besten, was mir echt ein schlechtes Gewissen bereitet. Gestern haben wir dem Distriktkrankenhaus, welches übrigens von der KfW kofinanziert wurde, einen Besuch abgestattet. Mit Medikamenten geht es den beiden hoffentlich bald besser. Ein Tag war besonders ereignisreich. Da waren wir in Bumbuli, was man wirklich als mitten in der Pampa situiert bezeichnen kann. Der Fahrer des Milchsammelzentrums in Lushoto sollte uns dorthinbringen. Nach einer kleinen Verspätung ging es los. Recht schnell waren wir in Soni, der nächstgrößeren Stadt. Da fing es dann an: Wir mussten über eine Stunde warten, bis der Pickup des Fahrers voll genug war (17 Leute insgesamt in dem Pickup bzw. auf der Ladefläche). Dieser verdient sich ein gutes Zubrot, indem er Leute für 4000 Tsh pro Kopf mitnimmt, nicht gerade ein Schnäppchen. 3.5 Stunden später erreichten wir unser Ziel, was übrigens nur 50km entfernt lag. In Bumbuli selbst lief es viel besser als bei den Interviews in Lushoto selbst, besonders aufgrund der besseren Verständigung. Danach war es schon 17 Uhr und das letzte Daladala war schon weg. Die Aussicht, in Bumbuli gestrandet zu sein, war nicht gerade verlockend. Einzige Option war ein shared taxi mit Privatauto. Die wollten allerdings 12,000 pro Kopf haben. Wir hatten überhaupt nicht mit Kosten gerechnet, da uns die Fahrt nach Bumbuli von der Bauernorganisation in Lushoto vorgeschlagen wurde, denn sonst wären wir nicht dorthin gefahren. Und unser Rafiki mit dem Pickup kam auch noch an und verlangte 8,000 Tsh. Aber trotzdem gab es ein Happy End. Der Tierarzt der Bauernorganisation zahlte uns die Fahrt nach Soni :). Von dort aus war es einfach, ein Dala zurück nach Lushoto zu bekommen. Dort kamen wir sogar noch vor Einbruch der Dunkelheit an. Heute morgen haben wir also unsere Sachen gepackt und haben uns in ein Daladala nach Tanga gequetscht. Ich meine fast, dass dies das bequemste Dala war, welches ich bisher benutzt habe ;). Nur die Musik und das ständige Anhalten waren nicht ganz so angenehm. So waren wir auch erst gegen 13 Uhr in Korogwe. Um 20 vor 10 waren wir in Lushoto aufgebrochen…. Naja, so ist halt Tansania :). Vom Busstand in Korogwe sind wir dann losgelaufen, um ein Hotel nahe des Milchsammelzentrums zu suchen. Auf der Hinfahrt war uns das White Parrot Motel direkt an der Straße aufgefallen. Leider war das viel zu teuer. Und der Vorschlag, sich zu dritt ein Doppelbett zu teilen, noch dazu mit zwei Personen über 1,80 wäre nicht so wirklich realisierbar gewesen. Zum Glück gab es nur ein kleines bisschen von der Straße weg eine andere Option. Und nun habe ich mein Einzelzimmer mit Fan und Box net für 10,000 Tsh. Und kann mich bei den immer zu kurzen Betten wenigstens diagonal legen. Bad ist auf dem Flur. Die Toilette ist tansanischer Standard, also Loch im Boden, aber mit (momentan nicht funktionierender) Spülung. Damit kann ich aber leben. Eigentlich könnte ich auch ohne Toilettenpapier leben, solange es den üblichen Eimer Wasser gibt. Schützt auch die Wälder ^^. Essen kann man auch auf Bestellung bekommen. Ich hatte Ugali mit Bohnen und Tomatensoße, zum Glück habe ich das vetragen. Eine muss ja gesund bleiben! Produktiv waren wir aber auch schon. Wir haben einen Mitarbeiter des Milchsammelzentrums getroffen. Dieser kann zu unserem Glück gut Englisch und wird bei unseren Interviews dolmetschen. Wir konnten auch gleich den ersten Bauern interviewen, ganz stilecht im Kuhmist stehend ;). Er hatte drei Kühe, eine sah ganz wie ein deutsches Fleckvieh aus. Und es gab ganz viele Hühner, Küken und einen Esel. Ich liebe Bauernhöfe und deren Geruch, zumindest den von kleinen, noch traditionellen. In Deutschland findet man dies ja nicht mehr wirklich, zumindest noch bei meinem Opa ;). Die nächsten Tage werden wir weiter Bauern interviewen und auch ein paar auf ihrer Farm besuchen.

In der Schweiz Tansanias

Seit heute sind wir in Lushoto in den Usambara Mountains. Es ist wunderschön grün hier. Trotz der höheren Lage ist es noch warm genug. Und abends kühlt es ab, sodass man besser schlafen kann. Man hört gerade auch die Grillen zirpen und Vögel singen – willkommen in der Natur :). Mich erinnert die Geräuschkulisse stark an Ecuador. Da war die Landschaft aber noch ein bisschen spektakulärer aufgrund der dichteren Bewaldung und dem immer präsenten Nebel. In der Schweiz Tansanias weiterlesen

Keine Angst vor toten Fischen

Die letzten Tage waren sehr angenehm, die ideale Mischung zwischen Arbeit und Stadtentdeckung.
Beim Projekt geht es vorwärts, immer wieder Besprechungen, mehr Input und notwendige Entscheidungen. So langsam bereite ich auch die Ankunft meiner Forschungskollegen vor, die müssen schließlich auch irgendwo unterkommen.
Gestern hab ich eine Bekanntschaft aus der Kachi sprechenden Community hier in Dar gemacht. Das ist eine Sprache, die auch in Westindien gesprochen wird. Ursprünglich war es wohl ein recht wohlhabender Teil der Gesellschaft, was seit der Verstaatlichung (siehe Ujamaa) unter Nyerere allerdings nicht mehr unbedingt der Fall ist. Alles, was in dieser Zeit verstaatlicht wurde, wurde den Besitzern nicht wieder zurückgegeben. So befinden sich die schönsten Häuser in Staatsbesitz. Leider erkennt dieser den Wert von kulturellem Erbe nicht an und so werden all die schönen Häuschen abgerissen. Es entstehen hässliche Hochhäuser ohne Seele, die überall wie Pilze in den Himmel schießen. Damit scheint sich am besten Geld verdienen zu lassen. Ich erinnere mich, dass meine damalige Miete auch nicht unbedingt ein tansanischer Preis war. Bei den Hochhäusern will ich nur lieber nicht wissen, was im Falle eines Feuers oder Erdbebens passiert.
In Kariakoo ist der Bauboom am größten, denke ich. Noch vor wenigen Jahren soll es dort kleine Lehmhäuser gegeben haben.
Während der Kolonialzeit war die Stadt in verschiedene segregierte Bereiche gegliedert. Kariakoo war das Swahili-Viertel, wo die schwarze Bevölkerung lebte. In Mchafukoge bzw. Kisutu waren die Inder und sonstige Asiaten daheim. Kivukoni war dagegen das europäische Viertel. Dort hat dann der Kaiser gewohnt, wenn er zu Besuch war. Statt dem heutigen Askari-Denkmal hatte dieser sich an gleicher Stelle selbst ein Denkmal gesetzt.
Heute sind die Mieten selbst in Kariakoo kaum erschwinglich. Dort entstehen immer mehr Hotels und Bürogebäude. Dennoch bleibt es das lebhafteste Viertel mit dem riesigen Markt. Egal was man sucht, man wird dort alles finden. Allerdings würde ich nie alleine auf den dortigen Markt gehen, das ist mir doch eine Spur zu heikel. Alleine würde ich sowieso keine akzeptablen Preise bekommen.
Mein Hotel liegt in Mchafukoge. Anfangs, bei meinem ersten Tansania-Aufenthalt, mochte ich die Gegend nicht so, da waren die ganzen ersten Eindrücke noch zu überwältigend. Jetzt find ich es hier am schönsten. Es ist lebhaft genug, aber nicht so schlimm, dass man ständig Gefahr läuft über den Haufen gefahren zu werden oder sich zu verirren. Es gibt Restaurants aller Arten, von Touristklasse bis zum kleinen Lokalbistro. Es gibt noch ein paar wunderschöne alte Häuser, Moscheen, viele Geschäfte, Internetcafes- kurzum eine bunte Mischung. Zum Menschenbeobachten ist es auch ideal, denn die Bewohner des Viertels sind ebenfalls eine bunte Mischung. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sprechen alle Swahili. Und dies sorgt vielleicht für den Zusammenhalt und die Friedlichkeit hier.
Heute war ich etwas verschwenderisch. Ich habe morgens zwei wunderschöne kanghas gekauft. Dank meiner Bekanntschaft zum Superpreis von 7000 Tsh insgesamt. Mittags habe ich nur einen Snack gegessen, wieder etwas mir vorher Unbekanntes: Kartoffel gefüllt mit Hackfleisch, dazu wird eine leicht scharfe Kokossauce gereicht. Echt lecker. Aber zum Frühstück könnte ich so was wahrlich nicht essen, zu schwer wie vieles in Tansania.
Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, nur einmal pro Tag ein richtiges, komplettes Mahl zu essen. Das reicht bei der Hitze auch völlig. Und wenn man um 16 Uhr isst, reicht das für den Rest des Tages. Heute hatte ich wieder mal- ähem- chipsi kuku… Gestern dafür Biriyani mit Fisch. Endlich wieder den leckeren Fisch! Auch wenn ich mich wieder daran gewöhnen muss, dass dieser mich anschaut und man hier und da die Flossen beseite schieben muss. Und bei diesem Exemplar hätte man auch noch ganz nett die Anatomie der inneren Organe studieren können. Dazu bin ich aber zu wenig biologieinteressiert ;). Dazu gab es noch eine sehr leckere Tomatensoße.
Am Wochenende werde ich hoffentlich an den Strand fahren. Darauf freue ich mich schon länger :). Aber bis jetzt stehen noch nicht alle wichtigen Termine, deshalb heißt es erst einmal Abwarten.
Meine weiteren Erwerbungen waren übrigens zwei dila, woanders würde man sie wohl Kaftan nennen. Beide schön leicht und gebatikt. Abends kommen ein paar der Kariakoo-Verkäufer nach Mchafukoge und hoffen da noch auf ein abendliches Geschäft. Es gibt echt so viele wunderschöne Sachen hier. Und wenn ich hier wohnen würde, hätte ich mehr als genug Gelegenheit, die ganzen schönen Sachen zu tragen. Wahrscheinlich muss ich Tansania zu meiner Winterresidenz deklarieren ;).

Neues Hotel, neue Hitze

Seit gestern habe ich wieder eine neue temporäre Heimat!

Blick aus dem Kibodya mit Dalladalla 🙂
Blick vom Balkon im Holiday Hotel
mein neuestes Zimmer im Holiday Hotel

Das Kibodya war zwar ganz nett, aber auch nicht so billig, da es dort keine Einzelzimmer gibt. Mit Glück konnte ich dann ein Einzelzimmer im Holiday Hotel in Jamhuri Street ergattern. Dieses war allerdings nur 2×2 Meter groß. Es gibt ja schlimmeres, viel Platz brauche ich ja nicht, dachte ich.
Doch die Nacht hat mich eines Besseren belehrt. Bei über 30 Grad ist ein so kleines Zimmer ohne benutzbares Fenster und Klimaanlage echt Quälerei. Und das Moskitonetz war zu klein, sodass ich ständig im Netz festhing. Der Ventilator war auch irre laut, sodass ich Stunden gebraucht habe, um einzuschlafen.
Heute Morgen bin ich gleich verzweifelt zur Rezeption geschlichen und habe nach einem neuen Zimmer gefragt, egal was es kostet. Zum Glück ist heute jemand abgereist, sodass ich nun ein Doppelzimmer habe, das eine angenehme Größe hat. Und vor allem große Fenster und eine Balkontür. Jetzt kann ich auf dem Balkon arbeiten oder einfach so ein bisschen Luft reinlassen. Dann noch den Ventilator an und alles ist super :). Und alles nur für 2€ mehr. Es könnte nur noch eine Steckdose im Zimmer geben… Aber da ich dieses Mal sowieso kein mobiles Internet habe, macht das nicht viel. Ich gehe von nun an mit Netbook einmal kurz über die Straße ins Internetcafe. Da gibt es auch Klimaanlage :).
Nur 1 Minute entfernt ist auch das viel gelobte Chef’s Pride Restaurant. Ich finde es nicht so toll. Ist an sich eher ne Kantine. Und wenn man Pech hat, lag das Essen schon den ganzen Tag in der Auslage. Man muss auch aufpassen, dass man nicht einfach kaltes Essen bekommt, gerade bei Hähnchen könnte das Probleme geben.
Künftig werde ich da nun immer frühstücken. Heute habe ich für 1,50€ gefrühstückt: chapati, sambusa, ein Ei und chai, leider mit masiwa. Das nächste Mal muss ich den Tee unbedingt ausdrücklich ohne Milch bestellen. Chapati ist so eine Art Pfannkuchen, aber schmeckt anders, trockener und nicht wirklich süß. Irgendwie esse ich den aber gerne. Kann man auch super zu supu (Suppe) essen.
Ich finde ja die Einbürgerung von englischen Wörtern ins Swahili so süß: zum Beispiel „Kipilefti“ für Kreisverkehr (von alten englischen Straßenschildern). Oder „wiki“ für Woche, benki für Bank….
Momentan bin ich ziemlich beschäftigt mit Lesen für’s Forschungsprojekt, also mache ich endlich das, wofür ich hier bin :). Ich bin echt wahnsinnig gespannt auf die Durchführung der Studie. Da werde ich dann auch ganz andere Regionen kennenlernen und wirklich abgelegene Gebiete erreichen.

Kivukoni Sea Front

Es ist Wochenende…

…und da gefällt mir Dar am besten. Denn man kann nun einigermaßen entspannt und ohne Todesangst Straßen überqueren ;). Aber eigentlich macht mir das Straßenüberqueren zumindest bei kleineren Straßen nichts mehr aus. Bei mehrspurigen, großen Straßen sähe es anders aus oder in Kariakoo… Mehr als zwei Spuren pro Richtung habe ich hier aber noch nicht gesehen. In Cairo schon, echt heftig dort.
Heute (Samstag) kämpfe ich immer noch mit den Nachwehen eines verdorbenen Magens. Gestern fing es an. Bin den ganzen Tag im Hotel geblieben und habe nur Zwieback und Salzstangen gegessen. Die Ursache liegt sicher im vorabendlichen chips na kuku vom Al-Musawy. Die Aussicht auf Kekse zum Abendessen war nicht so überzeugend und dort hatte mir es immer so gut geschmeckt… Ich sollte mich echt was schämen: An 3 von 4 Tagen in Tansania mindestens einmal pro Tag Pommes gegessen…so viel zu guten Vorsätzen. Die Quittung habe ich ja bereits erhalten ;).
Heute hab ich mir ein Brot gekauft, das nun erst mal als langsamer Anfang reichen muss. Dafür habe ich eben im Romano’s in der JM Mall ein großes Glas Marakujasaft und einen Latte Macchiato getrunken. Ich weiß- Kaffee ist nun nicht unbedingt das beste für verdorbene Mägen. Aber ich konnte es nicht lassen: Erstens kostet er hier nur die Hälfte wie in Deutschland ;), zweitens hatte ich dadurch die Gelegenheit ein bisschen herumzusitzen und Leute zu beobachten. Im Hotelzimmer hab ich wahrlich genug Zeit verbracht und geschlafen. Auf die Dauer ist das echt langweilig. Aber in meinem Zustand ist mein Kreislauf auch nicht zu viel zu gebrauchen. Und Ashama hat das gleiche Problem wie ich, sodass Treffen eher unmöglich sind. Leider gibt es in Dar auch keine Gelegenheiten einfach ein bisschen (ungestört!) im Grünen zu sitzen, zumindest nicht außerhalb eines Restaurants. Das fehlt mir glaub ich am meisten hier. Es gibt einfach Tage, da hat man keine Lust ständig angesprochen zu werden. Und wenn man sich irgendwo hinsetzt, will man seine Ruhe haben. Aber nun gut, damit muss man hier leben und unhöflich möchte ich auch nicht sein, schließlich können die Leute ja nichts dafür. Und an den meisten Tagen find ich es ja auch total nett, dass mich viele grüßen und so interessiert sind. Und „mzungu“ hab ich bisher noch nicht gehört, nur das übliche „sister“ oder „dada“ (Swahili-Äquivalent).
Bald werde ich in ein anderes Hostel umziehen. Auf die Dauer ist mir hier das nämlich doch etwas teuer.
Das indische/arabische Viertel gefällt mir echt super. Es ist total interessant, einfach die Leute zu beobachten. Da laufen Araber in weißen Gewändern und mit Kappe rum, Inderinnen im Sari, tansanische Geschäftsleute im Anzug, Mamas in bunten khangas und ab und zu ein paar einzelne wazungu. Weibliche oft im Minirock, das find ich echt schrecklich. Ein bisschen anpassen kann man sich ja schon. Dar es Salaam ist zumindest in der Innenstadt schon recht westlich. Doch die meisten laufen so auch noch auf Sansibar rum, was nun wirklich traditionell islamisch ist. Für solche Landsleute schäme ich mich echt.
Den Rest des Abends werde ich wohl mit Lesen verbringen. Ein Hoch auf E-Books! 🙂

Samora Avenue am Sonntag- wie leergefegt

Hitzealarm!

Hallo allerseits, nun ist es wieder soweit, der Blog wird endlich weitergefuehrt!

Gestern gegen 13 Uhr bin ich in Dar gelandet, voellig fertig von der langen Anreise und wenig Schlaf. Um 14 Uhr hatte ich dann die Visums-Buerokratie hinter mir und ich konnte endlich mit dem Taxi in die Stadt fahren. Es war nicht wirklich guenstig, die offiziellen Flughafentaxifahrer scheinen nun wohl auch an ne offizielle Preisliste gebunden zu sein. Naja, was soll’s dachte ich mir, ich wollte einfach nur in ein Hotel.

Urspruenglich wollte ich in einem Billighotel (6 Euro/Nacht) in Sofia Kawawa Street absteigen, da ich in der selben Strasse schon gewohnt hatte. Aber nach einem Blick in das Zimmer, wo mich der Modergeruch schon erschlagen hat, habe ich beschlossen doch noch ein bisschen mehr Geld auszugeben. Nun bin ich im Kibodya in Nkrumah Street, immer noch ganz in der Naehe von Sofia Kawawa und ueber der Barclays Bank.

Das Zimmer ist schoen gross, sauber, mueckenfrei und hat ein eigenes (westliches) Bad. Heute morgen habe ich mich sogar ueberwunden die  Selbstmorddusche zu benutzen (Elektroduschkopf). Und ich lebe noch! Gestern gab es den ganzen Tag keinen Strom. Irgendwie hatte ich gehofft, dass die dieses Problem in den Griff bekommen. Doch es ist immer noch wie im November. Ohne Ventilator oder Klimaanlage schlaeft es sich natuerlich nicht ganz so gut, aber man muss sich ja dran gewoehnen. Auf dem Land wird es unterwegs sicher nicht diesen Komfort geben.

Abends waren dann noch Ashama und Nyaso zu Besuch und wir haben ein bisschen im Dunkeln gequatscht. Um 20 Uhr war dann aber Schluss und ich bin schlafen gegangen. Heute morgen habe ich mich nicht wirklich ausgeruht gefuehlt. Akuter Mangel an Schilling hat mich aber dann doch dazu bewegt aufzustehen. Natuerlich ging der Geldautomat wieder mal nicht, Virusmeldung. Wie gut, dass die Bank auch Geld tauscht, denn Dollars hatte ich noch dabei.

Mal sehen, was der Tag noch so bringt. Das Wetter ist irgendwie doch ein bisschen zu unangenehm. Schrecklich schwuel, wolkenverhangen, man sieht keine Sonne. Man merkt, dass bald die Regenzeit ansteht. Sonst ist alles, wie ich es in Erinnerung hatte. Schon seltsam, wenn man hier wie selbstverstaendlich rumlaufen kann, weil man sich schon auskennt ;).

Kwa heri Tansania

Endlich komme ich mal wieder zum Schreiben! Mittlerweile ist es kurz vor 3 Uhr nachts und ich sitze in meinem Hotelzimmer in Kairo, mitten im Herzen von Islamic Cairo. Ich weiß auch nicht, wie es auf einmal so spät sein konnte, beim Teetrinken irgendwie die Zeit vergessen :). Und die Leute hier haben alle viel Zeit. Auf den Straßen ist auch zu dieser Zeit immer noch viel los, man sieht Menschen allen Alters – auch Kinder – herumlaufen, oder -sitzen, beim Teetrinken, Shisharauchen und Kartenspielen. Aber fange ich doch am besten vorne an. Kwa heri Tansania weiterlesen

Der Abschied rückt näher

Nun habe ich nur noch 3 Tage in Tansania übrig, bevor ich über die Zwischenstation Cairo heimkomme. An dieser Stelle möchte ich schon einmal allen Lesern danken und wünsche euch allen eine schoene Vorweihnachtszeit! Das Wetter in Deutschland wird ein riesiger Schock werden, auch weil ich gar keine Winterkleidung bei mir habe und dann erst einmal frieren muss. Bevor ich abgereist bin, habe ich alle Wintersachen auch schön verpackt, weil ich ja ursprünglich 6 Monate bleiben wollte und sie dann nicht gebraucht hätte. Der Abschied rückt näher weiterlesen

Frischfleisch in Moshi…

… zumindest zeitweise komme ich mir so vor. Denn gerade ist Nebensaison und daher sind nur wenige mzungus in der Stadt – natürlich muss man sich dann um so mehr auf die wenigen verbleibenden stürzen.

Heute ist mein dritter Tag in Moshi. Mein Hotelzimmer hat übrigens Kilimanjaroblick! Bis auf gestern konnte ich ihn immer sehen. Die Busfahrt von Dar hat ca. 7 Stunden gedauert und war mehr als anstrengend. Der Taxifahrer, der mich zum Hotel bringen sollte, war  ziemlich dreist – zumindest schätze ich das aus bisherigen Erfahrungen so ein. Wollte natürlich einen hohen Preis haben, den ich aber runtergehandelt habe. Allerdings wollte er dann nicht verstehen, wo ich hinwollte, obwohl ich es ihm auf der Karte gezeigt habe und zig mal den Strassennamen eingetrichtert habe. So ist er dann sinnlos durch die Gegend gekurvt und wollte dann mit dieser Begründung den ursprünglichen Preis haben. Wie gut, dass ich Kleingeld dabei hatte – Pech gehabt, my friend ;). Frischfleisch in Moshi… weiterlesen

Nur noch ein Monat

Kaum zu glauben, aber wahr: meine letzte Arbeitswoche bricht nun an. Wenn ich sowieso schon früher abreise, dann machen ein paar Wochen früher nun auch nichts mehr, dachte ich mir ;). Ausserdem kann ich so wenigstens noch ein bisschen ausspannen und was vom Land sehen. Zuerst soll es nach Sansibar gehen, dann noch nach Moshi, den Kilimanjaro anschauen, und wenn dann noch Zeit und Geld da ist nach Tanga und Morogoro. Nur noch ein Monat weiterlesen

Geschichtsstunde in Bagamoyo

Gestern Morgen bin ich trotz anhaltender Müdigkeit mit dem Daladala nach Kigogo Luhanga gefahren, um dort ein paar Leute zu treffen und dann gemeinsam nach Bagamoyo zu fahren, ca. 70km nördlich von Dar. Schon auf der Hinfahrt gab es – wie nicht anders erwartet 😉 – die ersten Hindernisse: Erst ist ein Reifen geplatzt, der dann gewechselt werden musste, nur wenig später blieb das Auto dann aufgrund von Treibstoffmangel stehen… Um 14 Uhr waren wir dann endlich dort (das Haus hatte ich gegen 8:30 verlassen…). Zuerst haben wir zu Mittag gegessen, lecker Pilau. Geschichtsstunde in Bagamoyo weiterlesen

Und wieder mal ist ein Wochenende vorbei

Aufgrund der kurzfristigen Planänderung habe ich auch nur noch 5 Wochenenden vor mir. Die Hälfte der Zeit habe ich somit geschafft. Es ist seltsam zu wissen, doch schon so bald wieder deutschen Boden unter den Füßen zu haben. Aber ich kann nicht leugnen, dass ich mich darauf freue und vor allem auch Weihnachten daheim zu verbringen. Die letzte Woche war sehr schön. Ich hatte ja Besuch aus Kenia. Leider hatte ich nicht wirklich viel Zeit dank Arbeit. Aber abends haben wir viele Filme geschaut, Bier getrunken, Restaurants getestet… Und wieder mal ist ein Wochenende vorbei weiterlesen

Besuch!

Mein letzter Eintrag ist ja schon eine Weile her. Leider gab es in der letzten Zeit eher unerfreuliche Erlebnisse, die mich vom Schreiben abgehalten haben. Vor genau einer Woche bin ich mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit aufgewacht und mein erster Gedanke war natürlich: Malaria! Besuch! weiterlesen

Tansanische Hochzeitskultur

Am Wochenende habe ich mich auch frisurentechnisch etwas angepasst und mir Rastas flechten lassen. Hätte ich geahnt wie schmerzhaft das sein würde, hätte ich wohl darauf verzichtet. Aber nun bin ich wieder um eine Erfahrung reicher. Heute nach der Arbeit habe ich die vier Packungen Kunsthaar endlich entfernt. Bei der Hitze war das ziemlich unangenehm und endlich kann ich wieder normal schlafen. Ich könnte mir echt nicht vorstellen, immer mit solchen Haaren zu leben. Mit einer solchen Frisur sind einem als Mzungu aber Komplimente von allen Seiten, egal ob Mann oder Frau, sicher, überall hieß es „unapendeza“. Tansanische Hochzeitskultur weiterlesen

Umzug Nummer 2

Mittlerweile kann ich wieder den Luxus fließenden Wassers in Anspruch nehmen. Denn es hat geklappt, ich habe ein Zimmer in einer 3er WG im Stadtzentrum gefunden! (Mit mir wohnen dann noch eine Französin und ein Deutscher dort.) Leider ist einer der Vormieter noch nicht ausgezogen, sodass ich momentan im Wohnzimmer schlafe. Ab morgen bekomme ich aber das größte Zimmer mit eigenem Badezimmer. Eigentlich brauche ich das ja nicht… Aber da ich als Letzte eingezogen bin, habe ich keine Wahl gehabt. Umzug Nummer 2 weiterlesen

Laue Sommernächte sind toll :)

Ich weiß, in Deutschland ist es gerade eher kühl, trotzdem muss ich mal hervorheben, wie toll es ist, laue Sommernächte zu haben. Es ist nicht zu heiß zum Schlafen, man kann lange draußen sitzen, Urlaubsstimmung pur :). Tagsüber ist es mir schon oft zu heiß. Aber ans Schwitzen gewöhnt man sich wie an vieles. Gerade habe ich sogar ein Gratiskonzert von der Bar gegenüber. Laue Sommernächte sind toll 🙂 weiterlesen

Transportwesen in Tansania, die Zweite

Am Freitag habe ich meinen Vorsatz mit dem Motorradfahren gleich über Bord geworfen… Ich wollte meine Kollegin mit in die Community Tandika begleiten. Da wir spät dran waren, mussten wir mit dem bodaboda fahren. Ich dachte ich sterbe, saß ja auch noch nie auf einem Motorrad. Und dann gleich ohne Helm und Schutzkleidung mitten durch den Stau. Auf der einen Seite Autos, auf der anderen große LKWs, da hieß es Knie einziehen. Ich bin froh, dass ich das überlebt habe und werde dieses Transportmittel so schnell nicht wieder wählen… Meine Erlebnisse in Ecuador sind nichts gegen diese hier ;). Transportwesen in Tansania, die Zweite weiterlesen

Eine Heimfahrt die ist lustig…

Tja, eigentlich dachten wir, dass wir den Stau heute umgehen könnten, da wir früher von der Arbeit losgegangen sind, noch im Hellen. Trotzdem waren wir wieder mitten drin im täglichen Wahnsinn. Zum Glück haben wir noch einen Platz im Dala bekommen, ganz vorne beim Fahrer. Schon lustig, die Fahrt mal aus dieser Perspektive zu erleben. Die Dalas sind meist ausrangierte Toyotas und kurz vorm Durchrosten. Oft kann man den Boden sehen. Eine Heimfahrt die ist lustig… weiterlesen

Die Zeit vergeht…

… und nun habe ich schon das zweite Wochenende in Tansania hinter mich gebracht. Im Gegensatz zum letzten war es jedoch eher anstrengend.

Freitag war ein ziemlich interessanter Arbeitstag, der daraus bestand mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und die Treffpunkte der Kreditnehmer anzuschauen. So habe ich einen guten Eindruck davon bekommen, wie unterschiedlich die Vororte von Dar es Salaam doch sind. Aber überall wimmelt es vor Leuten, die alle irgendwas verkaufen. Besonders das Gemüse wird liebevoll in Pyramiden gestapelt. Orangen bekommt man fertig geschält. Natürlich gibt es auch exotische Snacks wie z.B. Zuckerrohrstückchen. Die Metzgereien und Fischverkäufer finde ich aber ganz schön eklig. Bei der Hitze kann das doch gar nicht mehr gut und gesund sein, Kühlung ist Fehlanzeige. Die Zeit vergeht… weiterlesen

Ländliche Idylle und die tägliche Qual zur Arbeit zu kommen

Vor zwei Tagen bin ich nach Tabata Kimanga zu einer Arbeitskollegin gezogen. Raus aus dem Innenstadthotel in die Provinz. Tabata ist ganz nett, recht klein und im Gegensatz zur Innenstadt ist es schön ruhig. Ich hab sogar zum ersten Mal die Sterne gesehen! Das Häuschen besteht aus nur zwei Zimmern und hat lokalen Standard, also „squat toilet“ und Eimerdusche. Man gewöhnt sich schon dran, aber ne richtige Dusche hätte ich schon gerne wieder. Sonst muss ich mir die Haare abschneiden, damit das Waschen nicht so lange dauert ;). Und ein eigenes Zimmer habe ich auch nicht, teile sogar das Bett mit meiner Mitbewohnerin. Auf dem Grundstück ist noch ein weiteres Haus einer Familie, die auch Hühner und anderes Geflügel haben. Der Hahn kräht bevorzugt unter dem Fenster auf meiner Seite, jedenfalls hört sich das so an. Ländliche Idylle und die tägliche Qual zur Arbeit zu kommen weiterlesen

Pole pole…

… genau so habe ich den Tag angehen lassen. Gemütlich gefrühstückt und dann überlegt, was ich unternehmen könnte. Letztendlich bin ich mit dem Taxi zum National Museum gefahren. Eigentlich hätte ich auch laufen können, gerade wo heute nicht so schlimm viel los ist. Aber bei der Hitze war mir das zu anstrengend. Taxi ist auch nicht so schlimm teuer. Mal sehen, ob ich es schaffe bis zum Ende meines Aufenthaltes weniger als den Touristenpreis zu bekommen.

Das Museum ist recht klein, aber ganz interessant. Und es deckt eigentlich alles von Geschichte bis zu Tierleben ab. Ganz interessant waren die Relikte aus der Kolonialzeit (zum Beispiel Rupien der Deutsch-Ostafrikanischen Bank) und die ethnologische Sammlung. Bei den Tieren war es eher eklig, eingelegte Hummer und Krabben sind nicht ganz so mein Ding… Pole pole… weiterlesen

Dar es Salaam by night

Leider habe ich noch immer keine richtige Wohnung und bleibe vorerst noch im Hotel. Aber endlich habe ich ein Handy mit einheimischer Nummer, sodass ich nun erreichbar bin.

Gestern begannen die Feierlichkeiten zum Ende von Ramadan. Daher waren die Straßen so schön leer, kaum jemand musste arbeiten, die Geschäfte waren zu und es gab den alltäglichen Stau nicht. So sollte es immer sein! Die Mitarbeiter meiner Organisation hatten allerdings nicht frei, da sich sonst die Arbeit zu stark ansammelt. Dar es Salaam by night weiterlesen

Staubige Straßen, Hitze und endloser Stau

Nun habe ich schon drei Tage in Dar überlebt. Wenn ich bis Ende der Woche nicht überfahren werde, dann ist das echt ein Wunder ;). Echt Wahnsinn, wie voll die Straßen hier sein können, besonders am späten Nachmittag, wenn man von der Arbeit heim will. Bis zum Jambo Inn sind es nur ca. 10 Minuten. Aber ich muss auch eine große Kreuzung überqueren. Ampeln gibt es da keine (nur 1-2 Polizisten) und als Fußgänger ist man auf gutes Augenmaß und Schnelligkeit angewiesen. Für Ältere eher nicht so ideal. Die Autofahrer halten auch nur sehr ungern an, die nehmen es lieber in Kauf jemanden anzufahren- wenn auch laut hupend. Ich muss mich echt noch daran gewöhnen, dass Linksverkehr herrscht. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich zuerst in die falsche Richtung schaue *lalala*. Staubige Straßen, Hitze und endloser Stau weiterlesen

Karibu Tansania!

Nachdem ich die Flüge dank Akupressurbändern fast übelkeitsfrei überstanden hatte, stand ich ziemlich übermüdet auf dem Flughafen in Dar es Salaam. Zwar war der Flieger ab Cairo noch nicht einmal halb voll und ich hatte eine ganze Reihe (= 3 Sitze) für mich, aber die Schlafqualität ließ doch zu wünschen übrig.

In Dar musste ich dann erst mal aufs Visum warten. Trotz noch fehlender Arbeitserlaubnis alles kein Problem. Dann wurde ich pünktlich um 6 von dem Fahrer meiner Organisation abgeholt, der mich zum Büro fuhr. Da habe ich dann ein bisschen rumgesessen. Offensichtlich war noch nicht so wirklich abgesprochen, wie mit mir weiter verfahren werden soll. Ich konnte es nicht erwarten endlich ins Hotel zu kommen, um 8:30 Uhr bin ich dann endlich dort angekommen. Karibu Tansania! weiterlesen