Unterwegs auf dem Hundeschlitten

Heute stand eine Husky-Safari auf unserem Programm. Nachdem wir uns im Guesthouse Husky mit richtig warmer Winterkleidung eingedeckt hatten, bekamen wir eine kurze Einweisung in das Schlittenfahren (Schön in das Kurveninnere lehnen, Abstand halten, mit dem ganzen Körpergewicht oder notfalls zusätzlich mit dem Gewicht von Schlitten und Passagier bremsen – und am wichtigsten: gut festhalten!).

Dann bekamen jedes Zweierteam ein Hundegespann zugewiesen. Die Hunde warteten schon ungeduldig auf uns, und sprangen energiegeladen in die Luft aus Vorfreude. Unter lautem Hundegebell (insgesamt gibt es dort über 140 Huskys) ging es los. Unsere sechs Vierbeiner waren leider nicht so gut eingespielt, weshalb uns die anderen Schlitten – trotz fleißiger Mithilfe durch Anschieben – immer wieder abhängten. Auch der Tausch eines Hundes half nicht, so dass wir zusätzlich einen siebten Husky vor den Schlitten gespannt bekamen.

Mit dem siebten Hund am Schlitten war es schwierig, nicht fremdbestimmt loszusausen. Die Hunde haben wirklich erstaunlich viel Kraft, und wenn man von der Bremse steigt gibt es erstmal ordentlich Vortrieb. Es ging durch Wälder, Wiesen und über zugefrorene Seen, bis wir nach 2-3 Stunden ein großes Zelt erreichten, in dem schon ein wärmendes Feuer brannte. Juri, unser finnischer Guide mit russischem Akzent, kochte uns darauf Kaffee, Tee und sehr leckere Suppe mit Gemüse, Sahne und Lachs.

Nach dieser wärmenden Pause ging es in der schon einsetzenden Dämmerung zurück zur Husky-Farm. Auf dem Rückweg merkte man den Hunden die Anstrengung dann schon ganz schön an, und wir mussten alle viel anschieben. Da wir auf direktem Wege fuhren, kamen wir schon nach 35 Minuten wieder am Guesthouse Husky an. Dort verabschiedeten wir uns von den Hunden und Juri, pellten uns aus den dicken Overalls und machten uns auf den Heimweg.

Zu Hause angekommen, wärmten wir uns auf, schauten in die Polarlicht-Vorhersage und ärgerten uns schrecklich, dass wir gestern so früh schlafen gegangen sind. Wie uns erzählt wurde, hatten sich nachts die Wolken verzogen und die Polarlichter waren wegen sehr starker Sonnenaktivität wunderbar zu sehen. Auch heute war der Himmel zuerst sternenklar, doch als wir mit dem Stativ auf dem zugefrorenen Inari-See standen, zogen immer mehr Wolken auf (die Polarlicht-Vorhersage war aber sowieso nicht so vielversprechend).