froschnblog

überall und nirgendwo

   Apr 14

Unterwegs in Deutschland- Ragnarök in Lichtenfels

Hallo allerseits nach langer Stille hier an diesem Ort….

Aber nun habe ich endlich mal wieder Zeit, einen neuen Eintrag zu schreiben :) .

Gestern sind Pascal und ich mit dem Zug nach Lichtenfels/Franken aufgebrochen. Leider hat wie so oft auf Bahnreisen nicht alles geklappt. Wegen einer Streckensperrung bei Hanau hatten wir Verspätung und haben natürlich den Anschlusszug nicht mehr bekommen *grummel*. Das machte dann eine Ankunftszeit von einer Stunde später. Aber naja, Hauptsache angekommen :) .

Unser Hotel, das City Hotel Lichtenfels, liegt direkt am Bahnhof, was natürlich extrem praktisch ist. Das Gebäude ist ein ehemaliges Bahnhofsgebäude. An sich ist es echt nett hier, das Personal ist nett und das Frühstück sehr lecker (Obstsalat am Morgen *yippieh*). Nur die Betten könnten etwas härter sein…  Ein extremer Ruhefanatiker sollte man auch nicht sein, denn ab und zu rauscht schon mal ein Güterzug vorbei oder die nette Dame von der Bahn macht ihre Ansage. Auch hört man es durchaus, wenn die Zimmernachbarn am Tag zuvor etwas zu stark dem Alkohol zugeneigt waren… ^^.

Das Ragnarök findet in der Stadthalle statt und ist angeblich das größte Paganmetal-Festival der Welt, mit 4.000 bis 5.000 Besuchern aber recht klein. Mir kommt es jedenfalls nicht so groß vor. Das Gelände liegt vllt. 10 Laufminuten von unserem Hotel entfernt, sodass wir immer hin- und herlaufen können. Gestern endete unser Festival schon recht früh gegen 22 Uhr, denn nach Agalloch waren wir total müde, was auch an deren meditativ-schöner Musik lag ^^. Insgesamt ist das hier echt eine Festival-Deluxe-Erfahrung und ich muss zugeben, dass ich die Dixieklos nicht unbedingt vermisse ;) .

Gestern haben wir ein bisschen die “Stadt” erkundet. Lichtenfels ist recht beschaulich, hat aber eine schöne Fußgängerzone, wo man alles Nötige einkaufen kann und es gibt genug Cafés zum gemütlichen Rumsitzen.

So, dann müssen wir uns langsam mal fertig machen, denn um 13:30 geht’s für uns wieder los!

 


   Apr 16

Fotografische Reisezusammenfassung III

Und am Ende stand das Vergnügen: Urlaub auf Sansibar :)

 

Traumstrand in Bwejuu

Jozani Forest und einer seiner Bewohner

Ninapenda Jambiani :)

 

Auch beim Aufnehmen der Umgebungsgeräusche war ich nicht faul:

Meer Bwejuu

Abendstimmung bei Ebbe

Morgenstimmung 1

 


   Apr 16

Fotografische Reisezusammenfassung II

Die folgenden Bilder wurden alle während der Forschungsphase in Korogwe und Muheza aufgenommen.

Nun endlich kann ich mich wie eine Tansanierin kleiden!

Landschaft bei Mlinganyi

Sisalplantagen so weit das Auge reicht

Webervögel in Muheza

Maasai mit Rinderherde

Unser Besuch in Korogwe stieß bei den Kindern auf große Begeisterung

Kälbchen streicheln nach getaner Arbeit ;)


   Apr 06

Fotografische Reisezusammenfassung I

So, nun bin ich schon einige Tage wieder zurück und bin leider etwas erkältet. Ist echt einiges kälter hier, aber trotzdem ist es schön zurück zu sein :) . Und momentan verspüre ich gar kein Fernweh, sondern freue mich auf einen schönen Frühling und Sommer in Deutschland!

Und hier meine Reiseeindrücke:

Blumenpracht in Lushoto

Blick aus meinem Hotelzimmer in Lushoto

Tolle Aussicht!

Schleifen ohne Strom

Jackfruits auf dem Markt

Und so sieht eine Jackfruit von innen aus. Und schmeckt wie Kinderkaugummi

Der Markt von Lushoto


   Mrz 27

Und doch wieder Sansibar

Nun habe ich gerade wieder einen Tag in Dar verbracht.
Aber fangen wir doch von vorne an :) . Nachdem wir unsere Forschungsarbeiten abgeschlossen hatten, wollten wir uns noch ein bisschen Urlaub gönnen. Die Wahl fiel auf Kilwa, wegen des Weltkulturerbes auf Kilwa Kisiwani und der Strände.
Nach einer wieder sehr anstrengenden Busfahrt ging es dann von Tanga wieder nach Dar. Der Bus hatte so gut wie kein Profil auf den Reifen und innen waren 5 statt 4 Sitze in einer Reihe. Auch war schräg hinter uns eine Henne mit Küken, gut verpackt in Pappkartons, unterwegs- ganz so, wie man sich das Reisen im ländlichen Tansania so vorstellt. In jeder Kurve oder bei jedem Speedbump hörte man dann das aufgeregte Gefiepe der gefiederten Reisegäste. Auch die Koranschule blieb uns wieder nicht erspart. Die restliche Musik hab ich zum Glück verschlafen.
Müde und leicht gereizt ereichten wir Ubungo, wo wir die Nacht im Terminal Hotel verbringen wollten, um am nächsten Morgen ausgeruhter weiterreisen zu können. Nachdem wir ins Hotel eingecheckt hatten, wollten wir ein bisschen ausruhen. Plötzlich hörte man seltsame Geräusche und Funken sprühten aus einer Ecke, es fing an zu qualmen. Und alle Putzfrauen rannten kreischend die Treppe herunter. Da bin ich natürlich gefolgt, das war alles sehr unheimlich. Der Stromkasten, oder was auch immer es war, hat schön weiter vor sich her geschmort und bald sah man den Qualm auch draußen, was die meisten Leute nicht weiter beunruhigt hat. Ich war jedenfalls ziemlich geschockt und konnte erst später realisieren, was für ein Glück wir doch gehabt haben. Sofort stand fest, dass wir in diesem Hotel ganz sicher nicht schlafen wollten. Wenn dies dort Normalfall ist, muss man sich schon fragen, wie wahrscheinlich es ist, dann mal im Schlaf zu verschmoren. Da hört der Spaß echt auf.
Nach einer Weile durften wir hoch an unser Gepäck. Die Etage stand leider unter Löschwasser und mein Rucksack mitten drin :( (naja, so schlimm nass war er aber nicht). Irgendwie fragt man sich aber auch, warum die einen Elektrobrand mit Wasser löschen… Jedenfalls haben wir ohne Probleme unser Geld wiederbekommen und konnten gehen.
Kurzentschlossen wurde der Plan dann auf Sansibar abgeändert, da man dorthin auch ohne Busfahrt hinkommt und die Infrastruktur (auch kulinarisch ^^) besser ist.
Den Rest des Tages standen also organisatorische Dinge an wie Fährtickets besorgen und so weiter.
Am Sonntag war es dann so weit- auf nach Sansibar. In Stone Town nächtigten wir im Pyramid Hotel, das anscheinend wegen seiner lebensgefährlich steilen Treppen so heißt. Trotzdem von innen ganz hübsch anzusehen.
Auf dem Food Market gab es wieder lecker Zanzibari Pizza! Am nächsten Tag sind wir an die Ostküste nach Bwejuu gefahren. Der Strand dort ist echt schön, wunderbar weicher, weißer Sand. Und man kann gut schwimmen. Bei Flut gibt es auch ein bisschen Wellen. Dafür fehlt allerdings das so typisch türkisblaue Wasser, was wohl saisonbedingt sein soll.
Am Mittwoch bin ich alleine noch nach Jambiani weitergefahren. Die Jungs von Kimte kannten mich noch ^^. Es war wunderschön leer und entspannend. Leider wurde recht viel Seegras angeschwemmt, sodass der Strand zum Teil braun statt weiß ist. Aber das Wasser ist immer noch so traumhaft türkis und glasklar. Bei Ebbe kann man richtig weit rauslaufen, Tier beobachten, Seegrasfarmen bewundern oder einfach nur im badewannenwarmen Wasser sitzen. Traumhaft- ich vermisse es jetzt schon. Und abends ist alles noch ruhiger, man kann am Lagerfeuer sitzen und dem Trommeln zuhören, oder Sterne beobachten. Wo kann man sonst die Milchstraße sehen und ohne langes Warten Sternschnuppen sehen? Leckeres Essen gibt es auch noch :) . Normalerweise fahre ich ja nicht gerne wieder an gleiche Orte. Aber Jambiani hat echt das Zeug zum Lieblingsurlaubsort.
Jetzt fange ich so langsam schon an zu packen. Und am Donnerstag bin ich dann schon wieder in heimischen Gefilden, weg von der tropischen Sonne. Auf zu schlechterem Wetter aber besserem Essen ;) .


   Mrz 13

Hakuna umeme, hakuna intaneti

Leider hat es mit diesem Eintrag etwas länger gedauert, da unser Internetstick leider nicht sehr zuverlässig ist. Jetzt befinden wir uns in Korogwe. Ich sitze gerade in der Bar des White House Inn, unseres Hotels (übrigens das billigste, welches ich je in Tansania hatte), vor einer Flasche kühlem Kilimanjaro. So kann man es aushalten :) . Die vorbeilaufenden Kinder müssen immer anhalten, um mich anzustarren. Anscheinend halten sich hier selten wazungu auf. Wir würden dies auch nicht, wären wir nicht wegen dem Forschungsprojekt hier. Denn Korogwe ist nicht gerade der Nabel der Welt. Der einzige Vorteil ist die praktische Lage direkt am Dar-Arusha Highway. Unser Aufenthalt in Lushoto war schön, vor allem wegen der grünen Vegetation und des kühleren Klimas. Nachts hätte man sogar ohne Wolldecken gefroren. Trotzdem war die Sonne stärker als anderswo. Aufgrund einiger Gesundheitsprobleme mussten wir alle Wanderungen zur Erkundung der Usambara Mountains absagen. Also keine Chämäleons. Mir ging es die meiste Zeit am besten, was mir echt ein schlechtes Gewissen bereitet. Gestern haben wir dem Distriktkrankenhaus, welches übrigens von der KfW kofinanziert wurde, einen Besuch abgestattet. Mit Medikamenten geht es den beiden hoffentlich bald besser. Ein Tag war besonders ereignisreich. Da waren wir in Bumbuli, was man wirklich als mitten in der Pampa situiert bezeichnen kann. Der Fahrer des Milchsammelzentrums in Lushoto sollte uns dorthinbringen. Nach einer kleinen Verspätung ging es los. Recht schnell waren wir in Soni, der nächstgrößeren Stadt. Da fing es dann an: Wir mussten über eine Stunde warten, bis der Pickup des Fahrers voll genug war (17 Leute insgesamt in dem Pickup bzw. auf der Ladefläche). Dieser verdient sich ein gutes Zubrot, indem er Leute für 4000 Tsh pro Kopf mitnimmt, nicht gerade ein Schnäppchen. 3.5 Stunden später erreichten wir unser Ziel, was übrigens nur 50km entfernt lag. In Bumbuli selbst lief es viel besser als bei den Interviews in Lushoto selbst, besonders aufgrund der besseren Verständigung. Danach war es schon 17 Uhr und das letzte Daladala war schon weg. Die Aussicht, in Bumbuli gestrandet zu sein, war nicht gerade verlockend. Einzige Option war ein shared taxi mit Privatauto. Die wollten allerdings 12,000 pro Kopf haben. Wir hatten überhaupt nicht mit Kosten gerechnet, da uns die Fahrt nach Bumbuli von der Bauernorganisation in Lushoto vorgeschlagen wurde, denn sonst wären wir nicht dorthin gefahren. Und unser Rafiki mit dem Pickup kam auch noch an und verlangte 8,000 Tsh. Aber trotzdem gab es ein Happy End. Der Tierarzt der Bauernorganisation zahlte uns die Fahrt nach Soni :) . Von dort aus war es einfach, ein Dala zurück nach Lushoto zu bekommen. Dort kamen wir sogar noch vor Einbruch der Dunkelheit an. Heute morgen haben wir also unsere Sachen gepackt und haben uns in ein Daladala nach Tanga gequetscht. Ich meine fast, dass dies das bequemste Dala war, welches ich bisher benutzt habe ;) . Nur die Musik und das ständige Anhalten waren nicht ganz so angenehm. So waren wir auch erst gegen 13 Uhr in Korogwe. Um 20 vor 10 waren wir in Lushoto aufgebrochen…. Naja, so ist halt Tansania :) . Vom Busstand in Korogwe sind wir dann losgelaufen, um ein Hotel nahe des Milchsammelzentrums zu suchen. Auf der Hinfahrt war uns das White Parrot Motel direkt an der Straße aufgefallen. Leider war das viel zu teuer. Und der Vorschlag, sich zu dritt ein Doppelbett zu teilen, noch dazu mit zwei Personen über 1,80 wäre nicht so wirklich realisierbar gewesen. Zum Glück gab es nur ein kleines bisschen von der Straße weg eine andere Option. Und nun habe ich mein Einzelzimmer mit Fan und Box net für 10,000 Tsh. Und kann mich bei den immer zu kurzen Betten wenigstens diagonal legen. Bad ist auf dem Flur. Die Toilette ist tansanischer Standard, also Loch im Boden, aber mit (momentan nicht funktionierender) Spülung. Damit kann ich aber leben. Eigentlich könnte ich auch ohne Toilettenpapier leben, solange es den üblichen Eimer Wasser gibt. Schützt auch die Wälder ^^. Essen kann man auch auf Bestellung bekommen. Ich hatte Ugali mit Bohnen und Tomatensoße, zum Glück habe ich das vetragen. Eine muss ja gesund bleiben! Produktiv waren wir aber auch schon. Wir haben einen Mitarbeiter des Milchsammelzentrums getroffen. Dieser kann zu unserem Glück gut Englisch und wird bei unseren Interviews dolmetschen. Wir konnten auch gleich den ersten Bauern interviewen, ganz stilecht im Kuhmist stehend ;) . Er hatte drei Kühe, eine sah ganz wie ein deutsches Fleckvieh aus. Und es gab ganz viele Hühner, Küken und einen Esel. Ich liebe Bauernhöfe und deren Geruch, zumindest den von kleinen, noch traditionellen. In Deutschland findet man dies ja nicht mehr wirklich, zumindest noch bei meinem Opa ;) . Die nächsten Tage werden wir weiter Bauern interviewen und auch ein paar auf ihrer Farm besuchen.


   Mrz 08

In der Schweiz Tansanias

Seit heute sind wir in Lushoto in den Usambara Mountains. Es ist wunderschön grün hier. Trotz der höheren Lage ist es noch warm genug. Und abends kühlt es ab, sodass man besser schlafen kann. Man hört gerade auch die Grillen zirpen und Vögel singen – willkommen in der Natur :) . Mich erinnert die Geräuschkulisse stark an Ecuador. Da war die Landschaft aber noch ein bisschen spektakulärer aufgrund der dichteren Bewaldung und dem immer präsenten Nebel. (weiterlesen …)


   Mrz 05

Strom oder kein Strom?

Ich bin nun schon über zwei Wochen hier. Mir gefällt Tansania gerade noch besser als beim ersten Mal :) . Jetzt kenne ich mich schon viel besser aus, da ich in den letzten Tagen noch so viel entdecken konnte. Langsam ergibt das Straßennetz auch einen Sinn für mich. Allerdings gilt das aber auch nur für gewisse Stadtteile. (weiterlesen …)


   Feb 27

Ein paar Fotos

der leckere Fisch

tansanische Mango

altes Gebäude

noch ein altes Gebäude

Dar es Salaam= Peaceful Harbour

Blick vom Harbour View Tower

Hafen bei Nacht

Böse Anika...

Und hier noch ein Eindruck zum Anhören. Ich musste doch mein neues Aufnahmegerät testen :)

Dar es Salaam Mittagsgebet


   Feb 24

Keine Angst vor toten Fischen

Die letzten Tage waren sehr angenehm, die ideale Mischung zwischen Arbeit und Stadtentdeckung.
Beim Projekt geht es vorwärts, immer wieder Besprechungen, mehr Input und notwendige Entscheidungen. So langsam bereite ich auch die Ankunft meiner Forschungskollegen vor, die müssen schließlich auch irgendwo unterkommen.
Gestern hab ich eine Bekanntschaft aus der Kachi sprechenden Community hier in Dar gemacht. Das ist eine Sprache, die auch in Westindien gesprochen wird. Ursprünglich war es wohl ein recht wohlhabender Teil der Gesellschaft, was seit der Verstaatlichung (siehe Ujamaa) unter Nyerere allerdings nicht mehr unbedingt der Fall ist. Alles, was in dieser Zeit verstaatlicht wurde, wurde den Besitzern nicht wieder zurückgegeben. So befinden sich die schönsten Häuser in Staatsbesitz. Leider erkennt dieser den Wert von kulturellem Erbe nicht an und so werden all die schönen Häuschen abgerissen. Es entstehen hässliche Hochhäuser ohne Seele, die überall wie Pilze in den Himmel schießen. Damit scheint sich am besten Geld verdienen zu lassen. Ich erinnere mich, dass meine damalige Miete auch nicht unbedingt ein tansanischer Preis war. Bei den Hochhäusern will ich nur lieber nicht wissen, was im Falle eines Feuers oder Erdbebens passiert.
In Kariakoo ist der Bauboom am größten, denke ich. Noch vor wenigen Jahren soll es dort kleine Lehmhäuser gegeben haben.
Während der Kolonialzeit war die Stadt in verschiedene segregierte Bereiche gegliedert. Kariakoo war das Swahili-Viertel, wo die schwarze Bevölkerung lebte. In Mchafukoge bzw. Kisutu waren die Inder und sonstige Asiaten daheim. Kivukoni war dagegen das europäische Viertel. Dort hat dann der Kaiser gewohnt, wenn er zu Besuch war. Statt dem heutigen Askari-Denkmal hatte dieser sich an gleicher Stelle selbst ein Denkmal gesetzt.
Heute sind die Mieten selbst in Kariakoo kaum erschwinglich. Dort entstehen immer mehr Hotels und Bürogebäude. Dennoch bleibt es das lebhafteste Viertel mit dem riesigen Markt. Egal was man sucht, man wird dort alles finden. Allerdings würde ich nie alleine auf den dortigen Markt gehen, das ist mir doch eine Spur zu heikel. Alleine würde ich sowieso keine akzeptablen Preise bekommen.
Mein Hotel liegt in Mchafukoge. Anfangs, bei meinem ersten Tansania-Aufenthalt, mochte ich die Gegend nicht so, da waren die ganzen ersten Eindrücke noch zu überwältigend. Jetzt find ich es hier am schönsten. Es ist lebhaft genug, aber nicht so schlimm, dass man ständig Gefahr läuft über den Haufen gefahren zu werden oder sich zu verirren. Es gibt Restaurants aller Arten, von Touristklasse bis zum kleinen Lokalbistro. Es gibt noch ein paar wunderschöne alte Häuser, Moscheen, viele Geschäfte, Internetcafes- kurzum eine bunte Mischung. Zum Menschenbeobachten ist es auch ideal, denn die Bewohner des Viertels sind ebenfalls eine bunte Mischung. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sprechen alle Swahili. Und dies sorgt vielleicht für den Zusammenhalt und die Friedlichkeit hier.
Heute war ich etwas verschwenderisch. Ich habe morgens zwei wunderschöne kanghas gekauft. Dank meiner Bekanntschaft zum Superpreis von 7000 Tsh insgesamt. Mittags habe ich nur einen Snack gegessen, wieder etwas mir vorher Unbekanntes: Kartoffel gefüllt mit Hackfleisch, dazu wird eine leicht scharfe Kokossauce gereicht. Echt lecker. Aber zum Frühstück könnte ich so was wahrlich nicht essen, zu schwer wie vieles in Tansania.
Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, nur einmal pro Tag ein richtiges, komplettes Mahl zu essen. Das reicht bei der Hitze auch völlig. Und wenn man um 16 Uhr isst, reicht das für den Rest des Tages. Heute hatte ich wieder mal- ähem- chipsi kuku… Gestern dafür Biriyani mit Fisch. Endlich wieder den leckeren Fisch! Auch wenn ich mich wieder daran gewöhnen muss, dass dieser mich anschaut und man hier und da die Flossen beseite schieben muss. Und bei diesem Exemplar hätte man auch noch ganz nett die Anatomie der inneren Organe studieren können. Dazu bin ich aber zu wenig biologieinteressiert ;) . Dazu gab es noch eine sehr leckere Tomatensoße.
Am Wochenende werde ich hoffentlich an den Strand fahren. Darauf freue ich mich schon länger :) . Aber bis jetzt stehen noch nicht alle wichtigen Termine, deshalb heißt es erst einmal Abwarten.
Meine weiteren Erwerbungen waren übrigens zwei dila, woanders würde man sie wohl Kaftan nennen. Beide schön leicht und gebatikt. Abends kommen ein paar der Kariakoo-Verkäufer nach Mchafukoge und hoffen da noch auf ein abendliches Geschäft. Es gibt echt so viele wunderschöne Sachen hier. Und wenn ich hier wohnen würde, hätte ich mehr als genug Gelegenheit, die ganzen schönen Sachen zu tragen. Wahrscheinlich muss ich Tansania zu meiner Winterresidenz deklarieren ;) .